Cy Twombly im Museum Frieder Burda

cat. 127 à 143 Lemons (Gaète), 1998-2008
Cy Twombly: cat. 127 à 143 Lemons (Gaète), 1998-2008 © starkandart.com

Klein, aber fein sind vom 11. Juni – 09. Oktober 2016, im Untergeschoss des Museums 35 ausgewählte Fotografien der Jahre 1944-2006, des amerikanischen Künstlers zu sehen.

Ich liebe den mitunter sehr poetischen Stil von Cy Twombly (1928-2011). Nicht nur in seinen Gemälden, auch in seinen Fotografien kommt eine sensible und berührende Bildsprache zum Ausdruck. Schon in seiner Studienzeit am Black Mountain College beschäftigte er sich mit Fotografie. Aber erst ab den 1980er Jahren zeigt er diese Arbeiten öffentlich. Sie stellen vornehmlich Dinge und Situationen aus dessen Alltagsleben dar: sein Atelier, Blumen, Landschaften und Skulpturen. Die eingefangenen Momente, die Farben und das Licht verraten den Blick des Künstlers für die Harmonie des Einfachen, die Poesie des Augenblicks. Fast Gemälden gleich, zeichnet mit der Kamera nicht die reine Wiedergabe des Gegenstands, sondern vielmehr ein zartes Zusammenspiel von Licht, Form und Farben. Damit verzaubern die zeitlos wirkenden Fotografien und zeigen die unverwechselbare Stimmung des Aufnahmeorts. Seit 1957 lebte Cy Twombly vornehmlich in Italien. Ein Vergleich zwischen den in Amerika und Italien entstandenen Fotografien macht deutlich, wie sehr das mediterrane Licht, die italienische Kultur und Geschichte sein Arbeiten geprägt haben. Twombly gelingt es, seine eigene, subjektive Wahrnehmung bestimmter Situationen im Bild festzuhalten und damit für alle sichtbar zu machen.

Wer also sowieso gerade im Museum Frieder Burda ist und sich die wunderbare Katharina Grosse Ausstellung anschaut, dem kann kann ich diesen kleinen Einblick in die Welt des großen Cy Twombly nur wärmstens ans Herz legen.

Vom 11. Juni – 09. Oktober 2016 im Untergeschoss des Museums zu finden!

Museum Frieder Burda
Lichtentaler Allee 8b
76530 Baden-Baden

Öffnungszeiten:
Di-So, 10-18 Uhr, feiertags (auch Mo) geöffnet, 24.12. und 31.12. geschlossen

 

Museum Frieder Burda, Baden-Baden

Wenn ich so aus dem Fenster schaue, dann traue ich mich kaum das „Herbstwetter“ (Regen, dunkel) mit dem heutigen Datum zu assoziieren: Es ist tatsächlich der 03. August 2016! Um etwas Licht ins Dunkel dieses Tages zu bringen reise ich eine Woche zurück. Ich war mit einer Freundin in Baden-Baden (bei strahlendem Sommerwetter und Temperaturen über 30 Grad!), um dort endlich das Museum Frieder Burda zu besuchen.

Außerdem war ich neugierig auf Katharina Grosse und ihre Farbwelten.

Das Museum liegt in einer Parkanlage, was schon mal eine leicht meditative Stimmung vermittelt. Entworfen vom amerikanischen Architekten Richard Meier strahlt der Bau eine wunderbare Ruhe aus, erst recht, wenn man drin ist. Klares Weiß, dunkle Holzböden, Weite und Offenheit ermöglichen ein Eintauchen in eine besondere Welt, abgeschottet von allem. Dazu fällt mir mein Lieblingszitat von Pablo Picasso ein: „Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele“ – bei diesem Museum und der dort gezeigten Kunst trifft das absolut zu!

Aktuell sind dort Ausstellungen der deutschen Künstlerin Katharina Grosse sowie im Untergeschoss Zeichnungen von Cy Twombly zu sehen. Beide bis jeweils 09. Oktober 2016.

Museum Frieder Burda
Lichtentaler Allee 8b
76530 Baden-Baden

ÖFFNUNGSZEITEN:

Di-So, 10-18 Uhr,
feiertags (auch Mo) geöffnet 
24.12. und 31.12. geschlossen

Öffentliche Führungen: Mi 16 Uhr, Sa, So und Feiertage 11 und 15 Uhr