The Square, ein Film über die Kunstwelt…

Heute startet der mit der diesjährigen Goldenen Palme prämierte Film „The Square“  über Irrungen und Wirrungen, auch in der Kunstszene, in den deutschen Kinos.

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Die eigentliche Kunst tritt im Film etwas in den Hintergrund. Nicht jedoch die Kunst, sich dem Leben und seinen Gegebenheiten als auch den sich damit verbundenen Widrigkeiten zu stellen. Mit dieser heiklen Aufgabe sieht sich Christian (Claes Bang), Kurator im X-Royal, einem der größten Museen Stockholms, konfrontiert.

Er ist gerade dabei eine spektakuläre Ausstellung namens „The Square“ vorzubereiten, als er auf der Straße nicht nur seines Portemonnaies, sondern zu allem Übel auch – in der heutigen Zeit fast noch verheerender – seines Smartphones beraubt wird. Doch es kommt noch schlimmer! Zwei hyperkreative Hipster einer angesagten Werbeagentur entwickeln eine virale und ziemlich geschmacklose Medienkampagne für die Ausstellung, die Christian, neben der Suche nach seinen gestohlenen Sachen, schon bald gehörig um den Kopf fliegt.

Herausgekommen ist letztendlich eine Gesellschaftssatire, die nicht nur Kunstfans zum Nachdenken anregt. Prädikat: Sehenswert, wenn auch mit einigen Längen. Unter folgendem Link gibt es einen kleinen Vorgeschmack auf YouTube.

Wer nun neugierig geworden ist, der kann Eintrittskarten gewinnen!
Alamode Film hat 2 x 2 Karten zur Verfügung gestellt. Sie sind bundesweit einsetzbar.

Wer diese Frage richtig beantwortet, hat die Chance auf einen interessanten Kinoabend:

„In welcher europäischen Metropole spielt die Geschichte des Films?“

Kleiner Tipp: Steht im Beitrag!

Die richtige Antwort geht bis Sonntag, 22. Oktober 2017, 24.00 Uhr an: info@starketexte.de – Viel Glück!

Wichtig: Die Anschrift nicht vergessen! Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der/die Gewinner werden umgehend benachrichtigt und die Karten per Post zugesandt.

 

 

„Entdecken durch Verhüllen“ – „Christo & Jeanne-Claude“ in der kunsthalle messmer in Riegel – noch bis 18. Juni 2017!

Große Kunst findet oft im Kleinen statt. Gekonnt vermittelt das seit Jahren Jürgen A. Messmer mit seiner idyllisch gelegenen kunsthalle messmer in einer alten Brauerei. Dabei hat er keine Scheu vor großen Namen und macht diese kunst- und kulturinteressierten Besuchern im südlichen Breisgau in Riegel am Kaiserstuhl, zugänglich. Ein Leckerbissen ganz besonderer Art ist derzeit die Ausstellung mit rund 100 Objekten, Zeichnungen und Collagen vom Meister der Verhüllung: Christo & Jeanne-Claude.

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Verhüllter Pont-Neuf, 1995, Paris. Foto: Wolfgang Volz © CHRISTO

Der als Christo Wladimirow Jawaschew am 13. Juni 1935 in Bulgarien geborene Künstler gewann mit seinen spektakulären Aktionen und Inszenierungen weltweit großes Ansehen. Jüngstes Objekt waren die im vergangenen Jahr geschaffenen, wunderschönen „Floating Piers“ auf dem Lago D’Iseo, in Italien.

 

Untrennbar mit Christo verbunden ist seine Frau Jeanne-Claude. Sie war die Liebe seines Lebens und teilte seine Leidenschaft und die Hingabe zur Kunst. Wie er wurde auch sie am 13. Juni 1935 geboren, verstarb jedoch bereits im November 2009 in New York. Beide lernten sich 1958 in Paris kennen. Im Lauf ihres gemeinsamen Lebens entwickelten sie zahlreiche spektakuläre Projekte rund um den Globus. Fällt sein Name, wird auch immer der von Jeanne-Claude genannt, vereint in alle Ewigkeit.

Wichtig für ihn: Er ist KEIN Verpackungskünstler. Er verhüllt und gibt dem, was dann nur zu erahnen ist, damit eine ganz besondere Dimension. „Offenbaren durch Verbergen“, wie Kunstkritiker und Journalist David Bourdon es treffend beschreibt. Christos Karriere kam Ende der Fünfziger, Anfang der Sechziger Jahre in Paris in Fahrt. Erste Verhüllungsobjekte waren damals ganz gewöhnliche Alltagsgegenstände wie Dosen, Flaschen, Stühle – einfach alles, was er finden konnte. Ende der Sechziger Jahre wurden die verhüllten Objekte größer, das erste Gebäude, dass unter seinen Stoffbahnen verschwand, war die Kunsthalle Bern im Jahr 1968. Es folgten „The Umbrellas“, 1980-83, in Kalifornien und Japan, der verhüllte Reichstag in Berlin, 1995 oder „The Gates“, 2005, im Central Park, New York, um nur einige zu nennen.

Das Besondere an Christos & Jeanne-Claudes Oeuvre ist für mich die absolute Unabhängigkeit des Künstlers. Er legt Wert darauf, alles selbst zu finanzieren. Dies geschieht unter anderem durch die Verkäufe von Skizzen, Zeichnungen etc. Was nach Beendigung einer Aktion übrig bleibt, wird ebenso verkauft oder recycelt. Allem voran steht der Gedanke der Nachhaltigkeit.

Die Ausstellung zeigt einige Raritäten neben wunderbaren Fotografien, u. a. vom Berliner Reichstag, 1995, von Wolfgang Volz, der auch als Projektmanager für Christo tätig war. Aktionen wie der verhüllte Reichstag in Berlin waren und sind eine logistische Herausforderung. Die Vorbereitungen dafür begannen bereits 1971, bis zur endgültigen Verhüllung 1995. Die Stoffe für seine Objekte werden übrigens in Deutschland hergestellt.

Das nächste Projekt, dass der Künstler in Planung hat, ist eine Mastaba. Standort Abu Dhabi. Sie soll sein Vermächtnis werden. Wer aber nicht bis zur Fertigstellung dessen warten will, dem empfehle ich einen Besuch in Riegel in der kunsthalle messmer. Der Südwesten Deutschlands lohnt sich immer, befindet er sich doch im Goldenen Dreieck mit der Schweiz und Frankreich – verbunden mit zahlreichen Museen, spektakulären Ausstellung und Vielem mehr.

Und für Picasso Fans wie mich, gibt es ab dem 24. Juni auch gleich die nächste großartige Ausstellung in der kunsthalle messmer: Picasso und die Frauen.

kunsthalle messmer
Grossherzog-Leopold-Platz 1
79359 Riegel am Kaiserstuhl
Tel.: +49 (0) 7642 / 92 01 62 – 0
info@kunsthallemessmer.de
Öffnungszeiten: Di. – So., 10.00 – 17.00 Uhr

 

Von Frankreichs Künsten über Monet bis zu Kandinsky – am Sonntag im TV

Am 2. Adventssonntag gibt es gleich drei Leckerbissen in Sachen Kunst im Fernsehen. Der erste Tipp „Macht und Pracht – Frankreichs Künste im zweiten Kaiserreich“ beginnt um 17.35 Uhr auf Arte.

Das zweite französische Kaiserreich (1852-1870) war geprägt von einer Politik der Inszenierung. Nie zuvor hatte ein Regime so eifrig an seiner Selbstdarstellung gefeilt. Das von Dekadenz und Opulenz geprägte Leben der Pariser Oberschicht bedeutete für das kulturelle Leben eine Blütezeit: Die Herrschaft Napoleons des III. hinterließ nachhaltige Spuren in Kunst, Kultur, Architektur, Gesellschaft und Wirtschaft. Maßgeblich war dabei jedoch nur die offizielle Kunst. Unabhängige Kunstformen stießen in Inhalt und Form auf die Ablehnung der Académie des Beaux-Arts. Die von Baron Haussmann in kaiserlichem Auftrag realisierten Großbauprojekte modernisierten das Stadtbild und beeinflussten das soziale Leben in der Hauptstadt maßgeblich. Zum Glück, wie ich finde, denn das wohl schönste Stadtbild der Welt hat nun mal PARIS. Eine sehenswerte und sehr informative Dokumentation.

Mehr dazu morgen, um 17.35 Uhr auf Arte! Die Sendung ist in der Arte Mediathek unter Kunst & Kultur noch für sieben Tage, bis zum 11. Dezember 2016, abrufbar.

Auf ARD-Alpha sind ab 22.15 zwei Dokumentationen über zwei ganz besondere Künstler zu sehen: Claude Monet und Wassily Kandinsky.

22.15 – Zum 90. Todestag: Claude Monet und die Moderne

Wie war Monets (14. November 1840 – 5. Dezember 1926) Einfluss auf die Moderne? Während die breite Öffentlichkeit erst in den letzten beiden Jahrzehnten den „Seerosenbildern“ große Anerkennung zukommen ließ, hatten Künstler der Avantgarde schon ab 1950 die Bedeutung Monets für ihre eigene Entwicklung entdeckt: Die Pariser Orangerie, wo Monets späte Seerosenpanoramen ausgestellt sind, wurde gar zur „Sixtinischen Kapelle der Moderne“ – und gehört bei jedem meiner Parisbesuche zum Pflichtprogramm.

Der Film begibt sich auf die Suche nach der Person Monets und lässt u.a. in Erzählungen seiner Urenkel seine außergewöhnliche Persönlichkeit lebendig werden. Er folgt den Spuren des Künstlers in dessen Haus und Garten nach Giverny – ein Ausflugstipp, falls man gerade in der Gegend oder in Paris ist, den ich Monetfans und Gartenfreunden nur wärmstens ans Herz legen kann. Eine Sequenz des Films begibt sich auch in das geheimnisvolle Venedig, ein anziehender Ort für viele Maler. Zum Thema Venedig gibt es in Hamburg, im Bucerius Kunstforum gerade eine schöne und sehenswerte Ausstellung – noch bis zum 17. Januar 2017.

Tipp: Ab dem 22. Januar bis zum 28. Mai 2017 zeigt die Fondation Beyeler in Riehen anlässlich ihres 20-jährigen Bestehens ein Ausstellung über Claude Monet. Mehr dazu unter diesem Link

Gleich danach, um 23.00 Uhr: Wassily Kandinsky – Die Welt hinter den Dingen

Kandinsky (16. Dezember 1866-13. Dezember 1944) war einer der außergewöhnlichsten Maler der Moderne. Erst im Alter von 30 Jahren beschloss der Moskauer Jurist und Ethnologe, sich ganz der Kunst zu widmen und von seiner Heimatstadt in die damalige Kunstmetropole München zu ziehen. Dort wird er ab 1908 den Aufbruch in eine neue Malerei wagen: er löst sich in seinen Bildern nach und nach vom gegenständlichen Malen und macht als einer der ersten den Schritt in die Abstraktion. Seine Gemälde, die in München und Murnau entstehen, sind ein Feuerwerk aus Formen und Farbklängen – Ausdruck seiner Empfindung und seines Blickes in die Welt hinter den Dingen.

Aktuell findet, noch bis zum 22. Januar 2017, in der Fondation Beyeler in Riehen bei Basel, eine grandiose Ausstellung über „Marc, Kandinsky & Der Blaue Reiter“ statt (von dort stammen auch die oben gezeigten Bilder).

Die Doku, die anlässlich der großen Kandinsky-Schau im Münchner Lenbachhaus entstand, zeigt Hauptwerke aus allen Schaffensperioden und folgt den Spuren des Künstlers: ins „Russenhaus“ nach Murnau, in sein „Meisterhaus“ in Dessau und in seine letzte Wohnung in Neuilly bei Paris. Historische Filmaufnahmen vermitteln nicht nur authentisch die Zeit der radikalen politischen Umbrüche, sondern zeigen einen Ausnahmekünstler, der als einer der Väter der abstrakten Kunst in die Geschichte eingegangen ist, beim Malen.

Es lohnt sich also aufzubleiben!

Kandinsky, Marc & Der Blaue Reiter – Fondation Beyeler, Riehen / Basel

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Franz Marc Die grossen blauen Pferde, 1911 – Öl auf Leinwand, Sammlung Walker Art Center, Minneapolis. Schenkung der T.B. Walker Foundation, Gilbert M. Walker Found, 1942 © starkandart.com

Von jeher gehört die Fondation Beyeler in Riehen bei Basel zu meinen Lieblingsmuseen. Selten wurden Landschaft und Architektur so in Einklang gebracht wie hier. Perfekt eingebettet an der Grenze zur südbadischen  Hügellandschaft ist das von Renzo Piano erbaute Vermächtnis von Ernst Beyeler nicht nur von aussen ein Genuss fürs Auge, drinnen erwarten den Besucher in klaren und lichtdurchfluteten Räumlichkeiten auch immer wieder wunderbare, auf den Punkt kuratierte Ausstellungen.

Seit dem 04. September 2016 kann man dort in die wunderbare Farbenwelt von Kandinsky, Marc & Der Blaue Reiter eintauchen. Die gleichnamige Künstlerbewegung wurde 1911 von den befreundeten Malern Franz Marc (1880-1916) und Wassily Kandinsky (1866-1944) ins Leben gerufen. Die beiden Freunde gaben 1912 in München einen legendären Almanach heraus, der den Umbruch in der Malerei zu Beginn des 20. Jahrhunderts ankündigte und der Ausstellung ihren Namen gab:

„DER BLAUE REITER“

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Almanach Der Blaue Reiter, München, 1914, ahlers collection © Thomas Ganzenmüller, Hannover

 

Es war der Beginn eines Umdenkens in der Malerei. Losgelöst von Farben und Formen begannen jene Künstler in Deutschland, sich von dem was sie fühlten, inspirieren zu lassen. Mit ihren gewagten Farbkompositionen verabschiedeten sie sich von den bis dahin gängigen Konventionen. Es war eine kurzzeitige Revolution in der Kunst, mit München als Zentrum, der weitere Maler folgen sollten und die die Moderne in Deutschland einläutete: Eine neue Avantgarde war geboren!

Gleich im Eingangsbereich wird man mit einer gelungenen Projektion durch die Etappen ihres Schaffens und ihrer Entwicklung quer durch Europa geführt, bevor man in den danach beginnenden Ausstellungsräumen in eine exotische Welt der Farben eintaucht. Schwerpunkte sind Kandinsky und Marc, mit vielen ihrer Schlüsselwerke, zu sehen sind jedoch auch Bilder ihrer Weg- und Lebensgefährten wie Gabriele Münter, Marianne von Werefkin, Alexej von Jawlensky sowie dem wunderbaren August Macke. Es fiel mir sehr schwer, aus der gezeigten Vielfalt eine Auswahl zu treffen, deshalb habe ich die Exponate der jeweiligen Maler nach meinem Gusto zusammengestellt.

Beginnen wir mit den Werken Kandinskys in den Jahren 1908 und 1909…

Seine Bildsprache ist noch relativ gegenständlich, geht jedoch immer mehr ins Abstrakte über, wie diese und viele andere Werke aus den Jahren 1910 bis 1914 zeigen:

In Murnau, unweit von München, erwarb Gabriele Münter 1909 ein Haus (das heute noch dort steht und besichtigt werden kann), dass den Künstlern als Zuflucht und als Inspirationsquelle diente. Die Zusammenarbeit der befreundete Künstlerpaare Kandinsky und Münter sowie Werefkin und Jawlensky wurde von der lichtdurchfluteten oberbayrischen Seenlandschaft, die von der Alpenkette dominiert wird, befruchtet. Sie führte die Maler zu einer neuen Farbgebung, welche in der Ausstellung einen ersten Schwerpunkt bildet: Leuchtende, ungemischte Farben wurden als Flächen nebeneinander gesetzt. Dieser Prozess wurde von Gabriele Münter als „… vom Naturabmalen – mehr oder weniger impressionistisch – zum Fühlen eines Inhaltes – zum Abstrahieren – zum Geben eines Extraktes“ beschrieben, wobei eine wichtige Rolle dabei Alexej von Jawlensky und seinen Landschaftsbildern zukommt, mit ihren betont „einfachen“ Farbformen, wie an den Beispielen Kandinskys, Münsters und Jawlenskys unten zu sehen ist:

Im nahen Sindelsdorf lebte Franz Marc mit Maria Franck. 1911 trafen sich Kandinsky und Marc, was den entscheidenden Impuls für die Publikation des Almanachs „Der Blaue Reiter“, auslöste. Obwohl beide Künstler das Streben nach kultureller Erneuerung einte, waren sie doch sehr unterschiedlich in ihren künstlerischen Ausdrucksformen, wie bei der Bildsprache von Franz Marc deutlich zu erkennen ist. Marc wollte seine, vorwiegenden Tiermotive transzendental, als Ausdruck einer archaischen und unverfälschten Natur darstellen. So, wie er sie wahrgenommen hatte, losgelöst von der gewohnten Farbgebung.

Die Leuchtkraft der Farben und das Verschwinden der Realität, wird bei Franz Marc auch bei diesen beiden Meisterwerken, durch den Einfluss der Künstlerfreundschaft mit dem französischen Maler Robert Delaunay und dessen leuchtender, kraftvoller und farbenfrohen Bildsprache, deutlich:

Last, but not least, will ich noch die Bilder eines meiner besonderen Lieblinge und leider viel zu jung verstorbenen Malers, August Macke (1887-1914), aus dieser großartigen Ausstellung zeigen:

Eine Ausstellung, die sich wirklich lohnt. Viele der gezeigten Werke waren seit langem nicht mehr öffentlich zu sehen, außerdem gibt es einen speziell dem Almanach (Jahrbuch) gewidmeten Raum, in dem eine umfangreiche Auswahl an Werken, die im Blauen Reiter Almanach kombiniert wurden, zu sehen sind.

Vom 04. September 2016 bis zum 22. Januar 2017

FONDATION BEYELER
Baselstrasse 101
CH-4125 Riehen / Basel
Tel. 0041 / 61 / 645 97 00

Öffnungszeiten:
Täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr, mittwochs: 10.00 bis 20.00 Uhr

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Empfehlenswert ist auch der zur Ausstellung erschienene Katalog im Hatje Cantz Verlag.
Mehr dazu unter Books & More.

Die großen Künstlerduelle: Michelangelo vs. Leonardo, auf Arte

In einer 3-teiligen Reihe befasst sich Arte mit großen Künstlern und ihrem teils erbitterten Konkurrenzkampf. Den Auftakt machen morgen, um 17.35 Uhr, „Michelangelo und Leonardo da Vinci“. Es gibt wohl kaum jemanden, egal, ob Kunstkenner oder nicht, denen diese beiden Namen nicht geläufig sind.

Doch werfen wir einen Blick nach Florenz, ins Jahr 1503: Der aktuelle Star der Kunstszene heißt Leonardo da Vinci. Sein neuester Auftrag: Er soll für die junge Republik im Palazzo Vecchio ein monumentales Schlachtengemälde anfertigen. Doch der Meister ist, ja doch, zu langsam. Und so wird sicherheitshalber 1504 ein weiterer Künstler beauftragt: Es ist der erst 29-jährige Michelangelo Buonarroti, der gerade mit seinem „David” als Bildhauer für Furore sorgte und da Vinci dementsprechend ein Dorn im Auge ist. Ein öffentlich inszeniertes Kopf-an-Kopf-Rennen zweier rivalisierender Titanen beginnt und eine Schlacht der Künste, ausgerechnet am Beispiel von zwei Schlachtengemälden, bei der es am Ende keinen Gewinner gibt.

Zur ARTE-Sendung am 13. November ab 17.35 Uhr
Michelangelos David (l.) und Da Vincis Mona Lisa: Meisterwerke zweier Genies, die auch Konkurrenten waren – ZDF © WendeVarga

Die Sendung ist im Anschluss an die Ausstrahlung bis zum 04. Dezember 2016, in der Arte Mediathek unter Kunst & Kultur abrufbar.

Am den nächsten Sonntagen folgen „Van Gogh vs. Gauguin“ (20.11.) und „Nolde vs. Liebermann“ (27.11.)

Egon Schiele – Tod und Mädchen – Filmstart mit Verlosung!

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Typische Zeichnung von Egon Schiele, gesehen auf der Art Basel © starkandart.com

Am nächsten Donnerstag, 17. November 2016, ist der bundesweite Start für das Biopic „Egon Schiele – Tod und Mädchen“  über den großartigen österreichischen Maler (1890-1918). Schiele war ein Vertreter des Expressionismus und zählt neben Gustav Klimt und Oskar Kokoschka zu den bedeutendsten Künstlern der Wiener Moderne.

 

Seine Begabung wurde durch seine Lehrer früh erkannt und entsprechend gefördert.
Eines seiner ersten Modelle war seine jüngere Schwester Gertrud, genannt Gerti. Doch wie sich zeigte, war er das Akademieleben bereits nach zwei Jahren wieder leid. Mit einigen Kommilitonen gründete er dann die Wiener Neukunstgruppe. Nach der Kontaktaufnahme Schieles zu Gustav Klimt im Jahr 1907, konnte man in seinen Werken auch Parallelen zu Klimts Stil erkennen. Dieser wurde in den folgenden Jahren einer seiner Förderer.

Der Film entführt einem in die Zeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts, mit all ihren Höhen und Tiefen, dem Ersten Weltkrieg, und den vielen Frauengeschichten, die Schieles Leben und Schaffen ausmachten, allen voran seine große Liebe Wally Neuzil, dargestellt von Valerie Pachner. Noah Saavedra verkörpert den Maler mit viel Authentizität.

Prädikat: Absolut sehenswert, nicht nur für Kunstfans. Und wer nun neugierig geworden ist, der kann Eintrittskarten gewinnen. Alamode Film hat 1 x 2 Karten zur Verfügung gestellt. Sie sind bundesweit einsetzbar.

Wer bis Sonntag, 13.11.2016, 24 Uhr, Einsendeschluss, die folgende Frage richtig beantwortet, hat die Chance auf einen lauschigen Kinoabend:

Wie heißt die Schwester von Egon Schiele, die ihm zuerst Modell stand? Kleiner Tipp: Steht im Beitrag!

Die richtige Antwort geht an: info@starketexte.deViel Glück!

Wichtig: Die Anschrift nicht vergessen! Die zehnte Einsendung gewinnt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der/die Gewinner werden umgehend benachrichtigt und die Karten per Post zugesandt.

Doku über Bernard Buffet

Der wilde Maler 

Am Sonntag, 06. November, um 17.35 Uhr, zeigt Arte eine Dokumentation über einen aussergewöhnlichen Künstler, der leider etwas in Vergessenheit geraten ist: Bernard Buffet (1928-1999). Sein prägnanter Strich und sein unverkennbarer Stil waren sein Markenzeichen und hatten einen hohen Wiedererkennungswert. Kaum ein Künstler hat einen derartigen Aufstieg und anschließend so tiefen Fall erlebt wie er. Er galt in Frankreich als einer der bedeutendsten Maler der Nachkriegszeit, was er in der Tat war. Buffet genoss seinen Ruhm, war eine Figur des Jetsets und wurde als legitimer Nachfolger von Jahrhundertkünstler Pablo Picasso bezeichnet, bevor sich die Kunstwelt mehr und mehr von ihm abwandte.

Immerhin war der japanische Sammler Kiichiro Okano von Buffets Werk so begeistert, dass er ihm zu Ehren ein Museum gebaut hat. Es wurde 1973 eröffnet und liegt in der Präfektur Shizuoka-ken. Buffets Sohn Nicolas sowie sein zeitweiliger Lebensgefährte Pierre Bergé (dieser wandte sich dem jungen Yves Saint Laurent zu und war ab dann bis zu dessen Tod mit ihm zusammen) geben Einblick in das Leben und Wirken eines lange verkannten Künstlers, der als Vorläufer der Pop-Art gilt.

ARTE zeigt die Doku anlässlich der Ausstellung, die das Musée d’Art Moderne de Paris noch bis zum 26. Februar 2017 zeigt. Ich werde sie mir im Dezember anschauen und darüber berichten!

Die Sendung ist im Anschluss an die Ausstrahlung bis zum 05. Januar 2017 in der Arte Mediathek unter Kunst & Kultur abrufbar. Dort ist übrigens noch eine weitere absolut sehenswerte Dokumentation zu sehen, die ich jenen, die Interesse an Kunst und am Kunstmarkt haben empfehlen kann: GELD MACHT KUNST. Sie ist bis zum 17. Januar in der Arte Mediathek zu finden oder eben hier.