Geniale Architektur und atemberaubendes Museum: Die Fondation Louis Vuitton, am Sonntag, gleich zwei Mal, auf ARTE

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Aussenansicht der Fondation Louis Vuitton, Paris, mit der „En Situ“-Installation des franz. Künstlers Daniel Buren © starkandart.com

Im Juli diesen Jahres konnte ich die Fondation Louis Vuitton, das architektonische Highlight im Pariser Westen, endlich selbst in Augenschein nehmen. Mehr dazu hier. Aktuell ziert die Aussenfassade (voraussichtlich noch bis Mai 2017) eine „En Situ“-Installation des französischen Künstlers Daniel Buren. Darüber, wie das Bauwerk von Frank Gehry zustande kam und das, was es seit dem 22. Oktober dort Wunderbares zu sehen gibt, informiert Arte mit zwei großartigen Dokus am 30. Oktober. Ein kleiner Vorgeschmack gibt’s unter Art & Culture on TV.

 

Kleiner Tipp: Wer Matisse, Monet, Picasso und die Kunst des beginnenden 20. Jahrhunderts liebt, kommt bei dieser Doku und vor allem bei dieser Ausstellung mit Sicherheit voll auf seine Kosten…

 

Daniel Buren in der Fondation Louis Vuitton, Paris 


Endlich konnte ich einen lang gehegten Traum wahr werden lassen und die Fondation Louis Vuitton im Bois de Boulogne besuchen. Das Wetter war auf meiner Seite (30 Grad, Sonne satt) und was ich dort zu sehen bekam, war schlicht überwältigend.


Ende Oktober 2014 wurde das von Bernard Arnault, dem Vorstandsvorsitzendem von LVHM, initiierte Privatmuseum eröffnet. Entworfen und erbaut hat das Meisterwerk mit zahlreichen Galerien und Aussichtsterrassen, der amerikanische Architekt Frank Gehry. Das Wahrzeichen das er damit geschaffen hat, ist an sich schon außergewöhnlich – aber jetzt, mit der Installation „en situ“ des französischen Künstlers Daniel Buren (Jahrgang 1938), ist es einfach unwiderstehlich. Bereits vor Eröffnung der Fondation war Buren im Gespräch mit Frank Gehry, darüber was man mit dem Gebäude machen könnte. Heraus kam eine Installation mit dem Titel „The Observatory of Light“ – mit 13 Farben, verteilt auf die zwölf Glassegel, die dem Gebäude als Dach dienen. Die Installation wurde im Mai diesen Jahres eröffnet und laut Plan begeistern die bunten Dächer noch bis Mitte 2017. Burens Markenzeichen sind seine immer exakt 8,7 cm breiten Streifen sowie die farbenfrohen Installationen auf Zeit (en situ). Er verzaubert damit nicht nur das Licht – auch die Betrachter seiner einzigartigen Kunstwerke.
Egal, ob man drinnen oder draußen auf einer der Terrassen ist, man erlebt immer wieder neue und beeindruckende Lichtsituationen und farbenfrohe Momente. Blickt man nach Westen, sieht man die Skyline von La Defense, Richtung Osten den Eiffelturm.


Ich kann jedem Parisbesucher raten, in den Bois de Boulogne zu gehen und sich dieses architektonische Highlight anzusehen. Es ist ein visueller Genuss zu jeder Tages- und Jahreszeit, nicht nur für Kunstsinnige, die bei den Ausstellungen zeitgenössischer Werke, aktuell sind es chinesische Künstler aus der Sammlung der Fondation, voll auf ihre Kosten kommen.

Im unteren Teil des Gebäudes befindet sich ein Auditorium mit Werken des im Dezember 2015 verstorbenen Ellsworth Kelly, im Aussenbereich unten verzaubert eine Installation des dänischen Künstlers Ólafur Eliasson mit gelben und verspiegelten Flächen.

Fondation Louis Vuitton
8, Avenue du Mahatma Gandhi
Bois de Boulogne
75116 Paris

Zum Schluss noch ein Tipp: 
Am einfachsten erreicht man die Fondation Louis Vuitton mit dem eigens eingerichteten Shuttle Service. Der Bus fährt alle 15 Minuten ab der Haltestelle nahe dem Triumphbogen, bei der Place Charles de Gaulle, in der Avenue Friedland. Kosten: Parisfreundliche 1,00 €