Kunst und Natur – Art in Nature: Benesse Art Site Naoshima, Japan

For English see below!

2357424 Kunst im Paradies
Die Skulptur „Pumpkin“ („Kürbis“), ein Werk der japanischen Künstlerin Yayoi Kusama, steht am Eingang der Benesse Art Site Naoshima © Sabine Pollmeier

Im vierten und letzten Teil der Dokumentationsreihe auf Arte geht es nach Fernost, zur Benesse Art Site Naoshima. Dieser Museumskomplex erstreckt sich über drei japanische Inseln und mehrere Dörfer. Überall ist Kunst zu bestaunen und zu erleben. Der große japanische Architekt Tadao Ando hat in enger Zusammenarbeit mit dem Bauherrn und teils auch mit den Künstlern, großartige Räume für die Kunst geschaffen. Boote ermöglichen den Transfer von einer Insel zur nächsten. Es ist ein faszinierender Museumskomplex, in dem Natur, Architektur und Kunst zu einer großartigen und ganzheitlichen Erfahrung werden. Mehr dazu unter Art & Culture on TV

The Benesse Art Site Naoshima is a very special Museum set up on three japanese islands and some villages. This Museum is featured in a documentary shown on Arte TV. There is art all over to see and to enjoy. Boats take visistors from one island to another. Famous japanese architect Tadao Ando designed the buildings in cooperation with the owner and the artists, like korean artist Lee Ufan, and set up standarts for a clean and stunning architecture in a close conversation with the artworks exhibited there. It is the fourth and last part of the documentary about rich art collectors and their museums. The documentary ist also available in English. Just click here.

Art Basel Unlimited 2018

For English see below!

Der erste Tag begann für mich mit der Unlimited Halle. Der perfekte Ort, um große Installationen wirkungsvoll zur Geltung zu bringen. Wie immer war es faszinierend, die Werke und Installationen diverser Künstler zu sehen und zu erleben. Ein paar der Impressionen will ich hier teilen:

Day one on this years Art Basel started with one of my favourite places: Art Basel Unlimited Hall. Huge Artworks have the room they need there. It was amazing to see and enjoy all the various installations from different artists. Some of my impressions are here:

Bernard Buffet in Strasbourg

For English see below!

Die Galerie Pascale Froessel zeigt ausgewählte Werke des großen Malers!

Vor zwei Jahren stolperte ich durch eine Dokumentation auf Arte (siehe Art &Culture on TV) über einen Künstler, der zu den bedeutendsten des 20. Jahrhunderts gehört und der wie kaum ein anderer seinem Stil unnachahmlich treu geblieben ist: Die Rede ist vom französischen Maler Bernard Buffet (1928-1999). Seine Werke strahlen mit ihren schwarzkonturierten, ausgezehrten und oft nackten Gestalten Daseinsangst und existenzielle Tristesse aus. Doch es gibt auch die anderen, lichteren Gemälde mit fröhlichen Farben bei denen man – so ging es mir bei einigen – zunächst gar nicht Buffet hinter der Kunst vermutete. In Strasbourg sind einige dieser Werke noch bis zum 18. Juni 2018 in der Galerie Pascale Froessel zu sehen. Die dort ausgestellten Werke umspannen die Zeit von 1974 bis 1999. Man sieht wunderschöne Landschaftsbilder, bei denen man die signifikanten schwarzen Konturen – sein Markenzeichen – fast vermisst und harmonische Stillleben. Wer also gerade in Strasbourg oder in der Nähe ist, vielleicht während der Art Basel, der sollte sich dieses Kleinod nicht entgehen lassen.

AFFICHE BUFFET-WEBDie Galerie liegt in der malerischen Altstadt von Strasbourg, nahe der Kirche St. Raphael.

Um einen kleinen Eindruck über sein Oeuvre zu zeigen, habe ich unten noch einige Bilder der Pariser Ausstellung eingefügt.


Two years ago I heard for first time from a french artist who seems to be forgotten in a way: Bernard Buffet (1928-1999). Nevertheless he is one of the most important artists of the 20th century. European Cultural TV Arte has shown an excellent documentary about Buffets life, his work and the Retrospective shown in Paris. You can see it here (in english). His significant style and signature were his trademark. He was counted to be the true successor of Pablo Picasso. During his big times he was a Superstar, living a thrilling Jetset live and then all of a sudden, his public presence was fading away – just by the ignorance of the art world.

The Galerie Pascale Froessel in Strasbourg, France, is hosting until 18. June 2018, an excellent and well curated small exhibition with some of his beautiful Stilllifes and Landscape paintings from 1974 until 1999. Compared to what I know of Buffet, I was pleasantly surprised about the beauty I’ve seen there at the treasurable Art Gallery in the middle of the historic center in this ravishing and lovely city. So if you’re happen to be around, maybe during Art Basel times, make a stop. It’s worth the trip!

The Museum of Modern Art in Paris had set up a big retrospective for Buffet in 2016-2017. It was an extraordinary experience for me to see his oeuvre there. Some of the paintings from the exhibition in Paris are shown below.

 

Kunst und Licht – Art and Light: Das James Turrell Museum in Colomé / Argentinien und Bernard Buffet – auf Arte

For English see below!

James Turrell, Apani (Ganzfeld), 2011 @ starkandart.com
James Turrell, Apani (Ganzfeld), 2011 – James Turrell Exhibition at Museum Frieder Burda, Baden-Baden 9. Juni – 28. Oktober 2018 @ starkandart.com

TV-Tipp 1:
Dem US-amerikanischen Lichtmagier James Turrell und seinem Museum in Colomé, in den argentinischen Anden, ist der dritte Teil der Reihe „Kunst im Paradies“ auf Arte gewidmet. Der Schweizer Unternehmer und Kunstsammler Donald Hess baute dort seinem Lieblingskünstler ein Kleinod, das seinesgleichen sucht. In großer Höhe und klarer Luft kommen die wunderbaren Installationen Turrells exzellent zur Geltung. Mehr unter Art & Culture on TV

The Master of Light, US-american artist, James Turrell and his wonderful Museum, located in Colomé, Argentina, will be featured in the third part of the documentary „Kunst im Paradies (Art in Paradise)“ on Arte TV. Swiss Entrepreneur and art collector Donald Hess build in the middle of the Andes a treasure which is one of a kind. Considering the Hight and the clear air the marvelous installations from Turell comes into their own. The documentary is also available with english subtitles. Just click here

bernard-buffet-head-of-a-clown-1955-c2a9-starkandart-com.jpg
Bernard Buffet, Head of a Clown, 1955 © starkandart.com

TV-Tipp 2:
Der Tipp ist einem in Vergessenheit geratenen Künstler gewidmet, dem das Pariser Museum für Moderne Kunst vor anderthalb Jahren eine großartige Ausstellung gewidmet hatte: Bernard Buffet (1928-1999) – Der wilde Maler. Er war einer der bedeutendsten Künstler der Postmoderne und hatte mit seinem signifikanten Malstil einen großen Wiedererkennungswort. Buffet blieb seinem Stil, dem Realismus treu. Er verabscheute abstrakte Kunst. Mehr zur Dokumentation unter Art & Culture on TV!

To mark the launch of „The Wild Painter“ exhibition of Buffets work at the Musée d’Art Moderne in Paris, shown at the End of 2016 until February 2017, the film take a look at one of the most important painters of French post-war period. Caught between pop and punk, and radicalism and the desire for life: no other artist has risen and fallen quite so dramatically as Bernard Buffet (1928-1999). To watch the documentary just click here

Bruce Nauman Retrospektive in Basel


Unter dem Titel „Disapearing Acts“ zeigt das Schaulager in Basel in Kooperation mit dem MoMA, New York, seit dem 17. März 2018 eine umfangreiche Retrospektive, die den Besucher alle Facetten des US-amerikanischen Konzeptkünstlers erleben und erfahren lässt.

Nauman, Jahrgang 1941, gilt als eine der wegweisenden Figuren der zeitgenössischen Kunst. Neben dem Malen begann er früh, sich auch mit Bildhauerei, Film und Performancekunst auseinanderzusetzen. Die Ausstellung zeigt mit 170 Werken einen Überblick über 50 Schaffensjahre des Künstlers und vereint selten gezeigte Arbeiten mit bekannten Schlüsselwerken. Als Weltpremiere sind im Schaulager die beeindruckende Skulptur Leaping Foxes (2018) und das 3D-Video Contrapposto Split (2017) zu sehen. Mittels 3D-Brille taucht man in das Atelier des Künstlers ein und ist inmitten der Performance, eine grandiose Fortsetzung der 2015 / 2016 entstandenen monumentalen Videoprojektion Contrapposto Studies, i through vii, die erstmals in Europa gezeigt wird. Dem Schaulager und Kuratorin Kathy Halbreich ist es vortrefflich gelungen, der Kunst im wahrsten Sinn des Wortes Raum zu geben. Und den braucht es, um Naumans teils gewaltige Installationen und Videoperformances in entsprechendem Rahmen zu erleben.

Gleich zu Beginn der Ausstellung wird man von „Venice Fountains (2007)“ empfangen. Eine Installation die zugleich Sinnbild für das Schaffen des Künstlers ist. Über zwei Waschbecken thronen zwei Masken, Abdrücke des Künstlers, durch sie fließt in transparenten Schläuchen Wasser – Synonym für Nauman, anhand derer er konventionelle Vorstellungen vom Künstler als Genie und Quell schöpferischer Kreativität befragt und sie gleichzeitig in Frage stellt. Weiter geht es mit Zeichnungen und Wandskulpturen aus den 1960er Jahren, bis hin zu ersten Studio- und Videoarbeiten und raumgreifenden Installationen. Nauman experimentiert mit Sprache, Körper, unterschiedlichen Materialien und natürlich der immer aktuellen Auseinandersetzung mit Leben und Tod. Es ist eine wunderbare Entdeckungsreise, die einem die Gedanken- und Schaffenswelt dieses außergewöhnlichen Künstlers öffnet. Man ist gleichermaßen fasziniert und ja, auch abgestoßen. Diese Gefühlswelt begleitet einem weiter im Untergeschoss wo Neonarbeiten wie „One Hundred Live and Die (1984)“  (siehe oben links) oder die Installation „Three Heads Fountain (Juliet, Andrew, Rindel), 2005“ Besucher in ihren Bann ziehen. Wenngleich die Arbeiten surreal wirken, so ist ihnen doch allen eine Botschaft inne.

Bruce Naumans Arbeiten mit unterschiedlichsten Materialien, von Installationen, Plastiken, Zeichnungen, über Fotografien bis hin zu Neonbildern und Videoaufnahmen, beschäftigen sich vorwiegend mit Fragen der menschlichen Sinneswahrnehmung. Seine Motive sind visuell ansprechend, ob ihrer Dimension beeindruckend und wirken in ihrer Radikalität mitunter verstörend auf den Betrachter. Dennoch: die Faszination bleibt.

Da die Baseler Kunstwelt und Bruce Nauman eine besondere Verbindung haben, sind auch im Kunstmuseum einige Werke zu sehen. Im unterirdischen Übergang zum Neubau wird man gleich von einer famosen Audio-Installation empfangen und begleitet. Weitere Werke befinden sich im oberen Teil des Neubaus. 

Tipp: Wer das Schaulager besucht, der kann mit der gleichen Eintrittskarte auch eine Stippvisite im Kunstmuseum einlegen. Ein Besuch, der sich in diesem „Schatzkästchen“ allemal lohnt.

Bis zum 26. August 2018 bietet sich somit eine wunderbare Gelegenheit dem Oeuvre des vielseitigen Künstlers näherzukommen. Ab dem 21. Oktober kann man die Retrospektive dann im Museum of Modern Art (MoMA) in New York bewundern.

Schaulager Basel
Ruchfeldstraße 19
CH 4142 Münchenstein

Öffnungszeiten:
Dienstag – Sonntag 10 – 18 Uhr, Donnerstag bis 20 Uhr
Montag geschlossen

Feiertage (Ostern, 1. Mai, Auffahrt, Pfingsten, 1. August) 10 – 18 Uhr

Während der Art Basel (11. bis 17. Juni 2018) 
Montag bis Sonntag: 10 – 20 Uhr, Mittwoch ab 12 Uhr

 

 

 

Handwerk und Poesie – Der Maler Pierre Soulages

Der französische Künstler Pierre Soulages, Jahrgang 1919, gehört zu den letzten lebenden Legenden der abstrakten Kunst. Schwarz ist seine Farbe und wie kaum ein anderer vermag er es, dieser lichtschluckenden Nichtfarbe Intensität und Glanz zu verleihen, wie seine dem Abstrakten zuzuordnenden Werke zeigen. Mit 97 Jahren ist er immer noch voller Schaffensdrang. Ich hatte das Glück, einige seiner beeindruckenden Werke zu sehen, zuletzt das Rot/Schwarze oben bei einer ganz besonderen Ausstellung, der „Tokyo-Paris, Bridgestone Museum of Art, Collection Ishibashi Foundation“, in der Orangerie in Paris.
Auf Arte ist morgen um 17.30 eine wunderbare Doku über diesen Ausnahmekünstler zu sehen. Mehr zur Sendung und dem Maler findet ihr unter Art & Culture on TV