Bernard Buffet in Strasbourg

For English see below!

Die Galerie Pascale Froessel zeigt ausgewählte Werke des großen Malers!

Vor zwei Jahren stolperte ich durch eine Dokumentation auf Arte (siehe Art &Culture on TV) über einen Künstler, der zu den bedeutendsten des 20. Jahrhunderts gehört und der wie kaum ein anderer seinem Stil unnachahmlich treu geblieben ist: Die Rede ist vom französischen Maler Bernard Buffet (1928-1999). Seine Werke strahlen mit ihren schwarzkonturierten, ausgezehrten und oft nackten Gestalten Daseinsangst und existenzielle Tristesse aus. Doch es gibt auch die anderen, lichteren Gemälde mit fröhlichen Farben bei denen man – so ging es mir bei einigen – zunächst gar nicht Buffet hinter der Kunst vermutete. In Strasbourg sind einige dieser Werke noch bis zum 18. Juni 2018 in der Galerie Pascale Froessel zu sehen. Die dort ausgestellten Werke umspannen die Zeit von 1974 bis 1999. Man sieht wunderschöne Landschaftsbilder, bei denen man die signifikanten schwarzen Konturen – sein Markenzeichen – fast vermisst und harmonische Stillleben. Wer also gerade in Strasbourg oder in der Nähe ist, vielleicht während der Art Basel, der sollte sich dieses Kleinod nicht entgehen lassen.

AFFICHE BUFFET-WEBDie Galerie liegt in der malerischen Altstadt von Strasbourg, nahe der Kirche St. Raphael.

Um einen kleinen Eindruck über sein Oeuvre zu zeigen, habe ich unten noch einige Bilder der Pariser Ausstellung eingefügt.


Two years ago I heard for first time from a french artist who seems to be forgotten in a way: Bernard Buffet (1928-1999). Nevertheless he is one of the most important artists of the 20th century. European Cultural TV Arte has shown an excellent documentary about Buffets life, his work and the Retrospective shown in Paris. You can see it here (in english). His significant style and signature were his trademark. He was counted to be the true successor of Pablo Picasso. During his big times he was a Superstar, living a thrilling Jetset live and then all of a sudden, his public presence was fading away – just by the ignorance of the art world.

The Galerie Pascale Froessel in Strasbourg, France, is hosting until 18. June 2018, an excellent and well curated small exhibition with some of his beautiful Stilllifes and Landscape paintings from 1974 until 1999. Compared to what I know of Buffet, I was pleasantly surprised about the beauty I’ve seen there at the treasurable Art Gallery in the middle of the historic center in this ravishing and lovely city. So if you’re happen to be around, maybe during Art Basel times, make a stop. It’s worth the trip!

The Museum of Modern Art in Paris had set up a big retrospective for Buffet in 2016-2017. It was an extraordinary experience for me to see his oeuvre there. Some of the paintings from the exhibition in Paris are shown below.

 

Farbgewaltige Bilderwelten von starken Frauen und mehr, auf Arte

In der unter Art & Culture on TV bereits angekündigten 4-tlg. Reihe „Künstlerinnen“, Sonntagvormittags auf Arte, kuratiert heute Katharina Grosse, eine meiner Lieblingskünstlerinnen, eine imaginäre Ausstellung mit großartiger Kunst von Frauen.

Grosse gehört zu den erfolgreichsten Malerinnen Deutschlands. Ich liebe ihre großformatigen, oft raumfüllenenden und -übergreifenden Arbeiten (siehe auch „Eine Meditation in Farbe“), die die Grenzen zwischen Malerei, Skulptur und Installation sprengen. Mit ihren Sprayarbeiten verwandelt sie Innen- und Außenräume in komplexe und atemberaubende Farbwelten. Ihr Werk liefert einen neuen Ansatz für das, was Malerei sein kann – oder meines Erachtens unbedingt ist: ein unbegrenztes und wunderbares Feld vielfältiger Möglichkeiten.

In ihrer virtuellen Ausstellung (oben) stellt Grosse Künstlerinnen aus unterschiedlichen Kulturkreisen vor: Lieblingskünstlerinnen wie Isa Genzken, Maria Lassnig und Valie Export, Neuentdeckungen wie die lange in Vergessenheit geratene Georgiana Houghton oder die einzigartige Aborigine-Malerin Emily Kame Kngwarreye sowie jüngere Künstlerinnen wie Pamela Rosenkranz, Camille Henrot, Wangechi Mutu und die Neuseeländerin Judy Millar. Die Doku begleitet den Entstehungsprozess der Ausstellung und liefert Informationen über die vorgestellten Künstlerinnen.
Online ist der Beitrag in der Arte Mediathek in der Rubrik „Kunst & Kultur“ noch bis zum 17. Juni 2017 abrufbar oder man klickt gleich hier Katharina Grosse kuratiert

Und um 17.30 werden ebenfalls auf Arte, Glanz und Elend der Kurtisanen im Spiegel der Malerei, beleuchtet. Mehr unter Art & Culture on TV

 

 

 

3 tolle TV-Tipps in Sachen Kunst

Auf Arte gibt es heute (und in der Arte Mediathek) drei sehr unterschiedlich gelagerte, aber sehenswerte Beiträge. Es beginnt mit der ersten Folge der vierteiligen Dokureihe über Künstlerinnen. Auftakt macht die Amerikanerin Kiki Smith, dann folgt eine großartige Doku über den niederländischen Maler Jan Vermeer van Delf und zum Schluß noch eine Dokumentation über den polarisierenden deutschen Maler Otto Dix, mehr unter Arts & Culture on TV