TV-Tipps in Sachen Kunst

Sonntag, 12. November 2017 auf Arte

17.30 Starke Frauen in der Kunst  (52 Min.)

Am Ende des 20. Jahrhunderts hatten Künstlerinnen es schwer. „Malweiber“ wurden sie genannt. Der Zugang zu den Akademien war verschlossen. Gabriele Münter gehörte zur ersten Generation von Frauen, die selbstbewusst sagten: Mein Beruf ist Künstlerin. Der Film erzählt die Geschichte dieser Frauen und ihrer Kunst. Es sind Geschichten von Frauen die Konventionen sprengten, trotz ihrer Selbstzweifel und Ängste, jedoch mit Kraft und Durchsetzungswillen. Am 31. Oktober 2017 wurde im Münchner Lenbachhaus die Ausstellung „Gabriele Münter: Malen ohne Umschweife“ eröffnet. Sie ist dort bis zum 8. April 2018 zu sehen. Es ist die erste Ausstellung, in der Münters Werk für sich steht und in der es viele Werke zu sehen gibt, die von ihr bislang nicht zu sehen waren . Der Film nimmt die Ausstellung zum Anlass, sich mit dem Leben und Werk der Künstlerin auseinanderzusetzen.

Die Dokumentation ist – wie immer auf Arte – großartig. Man erfährt viel über den Status der Frauen in der Kunst sowie über Münters mutiges Leben und bei Kandinsky, ihrem namhaften Lebensabschnittsgefährten, wird der glänzende Lack etwas abgekratzt, nicht was sein Oeuvre betrifft, aber sehr wohl seine Persönlichkeit. 

Online ist die Sendung bis zum 19. November 2017, unter diesem Link abrufbar. Oder Ihr schaut mal unter Arte TV, dort gibt es weitere interessante Sendungen über Kunst und Kultur zu entdecken!


Sonntag, 5. November 2017 auf Arte

16.40 Sergei Schtschukin – Kunstsammler aus Leidenschaft (53 Min.)

Vom 22. Oktober 2016 bis zum 05. März 2017, präsentierte die Fondation Louis Vuitton in Paris 130 Werke der wunderbaren Sammlung des russischen Textilmagnaten und Kunstsammlers Sergei Schtschukin (1854-1936). Dessen Leidenschaft für Malerei begann u.a. mit den Werken von Henri Matisse. Der wiederum brachte ihn zu Picasso, dessen Kunst der Textilhändler auch bald verfiel. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts begründete Schtschukin in Moskau eine der bedeutendsten Sammlungen moderner Kunst und machte diese in seinem Haus öffentlich zugänglich. Sie umfasste neben vielen namhaften Künstlern wie Gaugin, Van Gogh, Cézanne und Monet, unter anderem 37 Werke von Matisse und 49 von Picasso. Doch nach der Russischen Revolution im Jahr 1917, wurde die Sammlung beschlagnahmt, verstaatlicht und von den neuen sowjetischen Machthabern auf diverse Museen aufgeteilt und der Name Schtschukin aus dem kollektiven Gedächtnis gelöscht.
„Sergei Schtschukin – Kunstsammler aus Leidenschaft“ beleuchtet knapp ein Jahrhundert später das Leben des Mäzens sowie das tragische Schicksal seiner wiederentdeckten, großartigen Sammlung.

Ich kann diese Sendung jedem Kunstfan nur wärmstens ans Herz legen. Man bekommt Schnappatmung, wenn man sieht, welche Werke Schtschukin sein eigen nannte.

Online ist die Sendung bis zum 04. Januar 2018, unter diesem Link abrufbar. Oder Ihr schaut mal unter Arte TV, dort gibt es weitere interessante Sendungen über Kunst und Kultur zu entdecken!


Sonntag, 29. Oktober auf ARTE

17.30 Gauguin – Ich bin ein Wilder (55 Min.)

Wie aus einer Leinwand entsprungen, beginnt die Dokumentation mit der Aufzeichnung des Lebens von Paul Gauguin, einem Mann – Künstler – der sich nur schwer in eine Schublade stecken ließ und der, wie so viele seiner Zunft, zeitlebens um Anerkennung kämpfen musste.

Der postimpressionistische Maler, der als einer der wichtigsten Wegbereiter der Moderne gilt, gab sein bürgerliches Leben auf, um sich ganz seiner Kunst zu widmen. Erst zog es ihn in die Bretagne, u. a. nach Pont Aven, wo er gemeinsam mit seinem Schüler Emile Bernard den Stil des Synthetismus erarbeitete. Schließlich wanderte er nach Polynesien aus. Gauguin träumte vom Leben eines „Wilden“ in der reinen, üppigen und schönen Welt der indigenen Völker, deren ursprünglicher Lebensstil ihm von modernen Verirrungen und christlichen Tabus unberührt erschien. Doch bei seiner Ankunft am anderen Ende der Welt stellte er fest, dass die ersehnte Ursprünglichkeit auch hier längst verloren war. Also erfand er sie kurzerhand neu…

Gauguin gehört für mich mit seinem Oeuvre und seiner Zerrissenheit zu den berührendsten Malern überhaupt. Er zeigt, dass man seine Ziele unbedingt verfolgen und an sie glauben sollte. Auch, wenn es ihm zu Lebzeiten nicht den Erfolg eingebracht hatte, den dieser großartige Künstler verdient hätte. Der Film zeigt die schmerzhafte Diskrepanz zwischen einer enttäuschenden Realität und dem geradezu existenziellen Drang, anhand der Kunst eine ideale Welt zu schaffen. Leben und Laufbahn des Malers werden anhand von Archivmaterial und einer Vielzahl seiner Gemälde skizziert. Animierte Sequenzen veranschaulichen die Obsessionen des Künstlers, seine Fantasien und ästhetischen Inspirationen und stellen sie in Zusammenhang mit seinen Werken.

Online ist die Sendung noch bis zum 28. November 2017, unter diesem Link abrufbar. Oder Ihr schaut mal unter Arte TV, dort gibt es weitere interessante Sendungen über Kunst und Kultur zu entdecken!

 


Samstag, 28. Oktober 2017, auf 3Sat

23.25 Wüste Schönheit – Die Malerin Georgia O’Keeffe (45 Min.)

Georgia O'Keeffe
Georgia O’Keeffe, Jimson Weed, 1936 © starkandart.com
Georgia O’Keeffe (1887 – 1986) , die aparte und spröde Malerin mit den wunderschönen Händen, schaffte es mit viel Eigensinn und Zielstrebigkeit, sich von der kleinen Zeichenlehrerin aus der Provinz zu Amerikas bedeutendster Künstlerin des 20. Jahrhunderts zu entwickeln. Keine Kunstschaffende wurde so häufig fotografiert wie sie. Vor allem die Aufnahmen ihres späteren Mannes, dem bedeutenden Fotopionier Alfred Stieglitz, zeigen O’Keeffe als eine zu jener Zeit sehr selbst- und körperbewussten Frau.
Ihre Bilder entstanden im New York der 1930er-Jahre, die meisten jedoch in der Wüste von New Mexico, den beiden Polen, zwischen denen sie lebte und malte.

Erstmalig wird das Atelier, wo sie ihre wichtigsten Bilder malte, für ein Filmteam geöffnet und der Zuschauer bekommt einen Einblick in ihre Arbeit- und Lebensweise in New Mexiko. Die Doku zeigt dabei unbekannte Facetten der großen Amerikanerin, deren Werk in Europa meist über millionenfach reproduzierte Blumenbilder bekannt wurde und erkundet „O’Keeffe’s Country“ – die kargen Landschaften bei Taos und Santa Fe, zwischen ihrer Ghost Ranch und ihrem Studio in Abiquiu, allesamt Motive ihrer Malerei.

Ich hatte diese wunderbare Doku bei der großartigen O’Keeffe-Ausstellung 2012 in München gesehen und kann sie jedem nur wärmstens empfehlen. Wer diese Künstlerin mag, wird sie zum Teil von einer neuen Seite kennen- und noch mehr schätzen lernen.

…und im Anschluss geht es gleich weiter mit einem Lichtzauberer: 

0.10 James Turrell – Den Himmel auf Erden (45 Min.)

In der Wüste Arizona arbeitet der Lichtkünstler James Turrell (Jahrgang 1943) seit über 35 Jahren am größten Kunstwerk unseres Planeten: Dem Roden Crater Project!

Das Gelände um den Roden Crater, einem erloschenen Vulkan zwischen Grand Canyon und Painted Desert, hat Turrell nach monatelanger Suche 1974 gefunden und gekauft. Aus dem Gelände erschafft Turrell eine gigantische Skulptur, den Roden Crater. Dort gibt es Kammern, Gänge, Schächte und Öffnungen, die den Himmel, das Licht, die Sonne und die Sterne in einzigartiger Weise erfahrbar machen. Er verwandelt den Vulkankegel, ebnet den Kraterrand, lässt Stollen graben und errichtet Plattformen. Dabei bezieht sich Turrell ausdrücklich auf Stätten wie Machu Picchu, die ägyptischen Pyramiden oder die Tempel Yucatans und will mit seiner Arbeit visuelle und emotionale Erlebnisse ermöglichen, wie sie die Menschen seit der Frühzeit ihrer Geschichte fasziniert haben: Raum, Zeit und Licht als wuchtig direkte, existenziell erschütternde und durchaus spirituelle Erfahrung.

Der Film zeigt zum ersten Mal die fertiggestellten Teile des Roden Crater Projects, dazu Interviews mit James Turrell, seinen Mitarbeitern, Sammlern wie Donald Hess oder Clifford Einstein sowie dem amerikanischen Turrell-Experten Michael Govan.

Leider sind die beiden oben genannten Dokus nicht in der Mediathek abrufbar. Doch ich garantiere, dass sich das Aufbleiben – oder Aufzeichnen, je nachdem, absolut lohnt!


Sonntag, 22. Oktober 2017

17.30 Pierre Soulages

Pierre Soulages ist ein Hüne mit wachem Geist und festem Pinselstrich. Er gehört zu den letzten lebenden Legenden der abstrakten Kunst. Wie kaum einem anderen gelingt es ihm, Licht ins Dunkel von Schwarz zu zaubern. Man erkennt im Film, welche Energie diesem speziellen Schwarz Soulages‘ innewohnt. Er will Papier zum Leuchten bringen und bedient sich dafür des, wie er es nennt, „Outrenoir“, des „jenseitigen Schwarz“. Neben Archivaufnahmen, nähern sich Soulages-Kenner Leben und Werk des Künstlers.

Seine Malerei ist zugleich Handwerk und Poesie.

Zum Künstler: Geboren am 24. Dezember 1919, im französischen Rodez, unterbrach er im Zweiten Weltkrieg sein Kunststudium und kehrte 1946 kehrte nach Paris zurück, um sich ab dann ausschließlich der Malerei zu widmen. Ab 1948 stellt er seine Werke in Paris, Europa und in der Welt aus. Seit 1979 arbeitet er ausschließlich mit Schwarz und legt dabei den Fokus auf das Zusammenwirken von Furchen, Kerben und Reliefs mit dem Einfall des Lichts.

Mit hohem ästhetischen Anspruch und pädagogischem Feingefühl zeigt die Doku Soulages‘ Rang in der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Sie ist die Hommage an einen zeitlosen Künstler und an die kraftvolle Modernität seines Schaffens. Mit stolzen 97 Jahren ist er immer noch voller Schaffensdrang. Neben Soulages‘ langjährigem Freund Pierre Encrevé kommen unter anderem auch sein Assistent Dan McEnroe sowie der Philosoph Alain Badiou zu Wort.

Regisseur Stéphane Berthomieux lässt mit dem Porträt einen Funken überspringen, der Lust macht, noch tiefer in die Welt des Künstlers einzudringen. Das kann ich nur bestätigen! Ich habe die Doku bereits gesehen und war von der ersten bis zur letzten Sekunde fasziniert. Soulages und sein Werk haben mich tief beeindruckt und bewegt.

Online ist die Sendung noch bis zum 29. Oktober 2017, unter diesem Link abrufbar. Oder Ihr schaut mal unter Arte TV, dort gibt es weitere interessante Sendungen über Kunst und Kultur zu entdecken!

Sonntag, 30. Juli 2017

5.00 Skulpturen – Constantin Brancusi

 

Wie kein anderer Bildhauer hat Constantin Brancusi die Brücke von Rodins Jahrhundert in das von Kandinsky geschlagen. Seine Arbeiten bewegen sich an der Schnittstelle zwischen Klassik und Avantgarde, figürlicher und abstrakter Kunst, anatomischer Form und abstrakter Vollendung. Auf der Suche nach der reinen Form ließ sich Brancusi von den Kykladen-Idolen der vorhellenistischen Periode und afrikanischer Kunst inspirieren. Vor allem aber bereitete er mit seinem konsequenten Streben nach Vereinfachung der Abstraktion den Weg. Weniger bekannt ist, dass Brancusi seine Arbeiten in seinem Atelier auch fotografierte und filmte. Schon früh begriff der Künstler, welches Potenzial Fotografie und Film für die Bildhauerei bedeuteten: die Möglichkeit, ein Werk von allen Seiten zu betrachten, die Wirkung von Licht und Schatten zu erfassen und es regelrecht in Szene zu setzen. Davon ausgehend entwickelte Brancusi einen sehr kreativen Austausch zwischen seinem plastischen und fotografischen Schaffen. Die Möglichkeiten des Films eröffnete im schließlich sein Freund Man Ray… Der Rest ist Geschichte.

Wer nicht zwingend am Sonntagmorgen um kurz vor fünf aufstehen will, dem empfehle ich, die Doku über Arte.tv oder direkt über diesen Link unter Skulpturen – Constantin Brancusi anzuschauen. Sie ist bis zum 06. August 2017 online abrufbar.


Sonntag, 16. Juli 2017

17.30 David Hockney – Die wiedergefundene Zeit

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David Hockney 1967 beim Malen in seinem Atelier © Tony Evans/Getty Images
Am vergangenen Sonntag feierte David Hockney seinen 80. Geburtstag. Er ist unbestritten einer der bekanntesten und populärsten Künstler der Gegenwart. Seine Bilder prägen seit den 60er Jahren die Vorstellungen von Licht und Landschaft Kaliforniens, wie beispielsweise seine Swimmingpool-Bilder, sie sind mittlerweile Ikonen der Pop-Art sowie die Landschaften in seiner Heimat England. Die Doku verleiht einen wunderbaren Einblick in das Leben und Schaffen dieses großartigen Künstlers. Ich fand die Doku sehr berührend. Anläßlich seines Geburtstags ehrten ihn die Tate Britain in London sowie aktuell bis zum 23. Oktober 2017, das Centre Pompidou in Paris mit einer großen Retrospektive.
Das Porträt zeigt einen Künstler, bei dem das Maximum an Leben, an Bild, an Realität das Schaffen prägen, bei dem das Naheliegende – Landschaften und Freunde – das Werk bestimmen. Nicht nur für Hockney-Fans sehenswert!

Leider ist die Doku danach nicht in der Arte Videothek zu sehen, daher am besten gleich anschauen! Einen Trailer gibt es hier.


Sonntag, 9. Juli 2017

11.15 Kunst hassen, Kunst lieben … bei Künstlern

Kunst lieben, Kunst hassen... bei Künstlern

Nicole Zepter mit dem Künstler Norbert Bisky © Lona media//Tim Scherret
In der heutigen und leider letzten Folge besucht Nicole Zepter einige der angesagtesten zeitgenössischen Künstler, von Jonathan Meese, Norbert Bisky, Jonas Burgert, Alicja Kwade, Jorinde Voigt und Björn Wallbaum. Einige davon sind mittlerweile ziemlich bekannt und sehr erfolgreich, andere kämpfen mit ihrem Berufsstand als Künstler. Es ist eine ständige Gratwanderung aus Zuspruch und dem Anspruch der Kunstwelt. „Kennt dich keiner, will dich keiner.“ fasst es beispielsweise Björn Wallbaum zusammen, der nebenbei arbeiten muss, um sich sein Leben als Künstler zu finanzieren. Die Aussagen sind ernüchternd, erfrischend und ehrlich. Und es macht als Zuschauer Spass, einen Blick hinter die Kulissen des Schaffens zu werfen und so mehr über einiger der Protagonisten und ihre Einstellungen zu ihrer Kunst zu erfahren. Wieder eine Folge, die das Anschauen lohnt!

Online ist die  Ausstrahlung noch bis zum 07. Oktober 2017, auf der Seite von  Arte TV oder direkt hier unter Kunst hassen, Kunst lieben …bei Künstlern abrufbar!


Sonntag, 2. Juli 2017

11.15 Kunst hassen, Kunst lieben … in Museen

Kunst lieben, Kunst hassen... In Museen
Nicole Zepter mit Künstler Daniel Richter bei der Ausstellung „Unendlicher Spaß“ © Lona media/Alexander Rott
Kunst = Lifestyle!? Menschen campen vor Museen, Künstler sind zu Helden, sogar zu Superstars der Neuzeit geworden. Was bedeutet das für die Kunst, wenn es nicht mehr um Qualität geht, die Kunst zum Event wird und das Museum zur Spielfläche für „Blockbuster“? Nicole Zepter besucht in dieser Folge die Direktoren der Nationalgalerie Berlin, ist in Frankfurt im Städel, der Schirn und dem MMK sowie in der Tate Gallery of Modern Art in London und fragt, wie die Museen mit dem neuen Hype umgehen.

Online ist die  Ausstrahlung noch bis zum 30. September 2017, auf der Seite von  Arte TV oder direkt hier unter Kunst hassen, Kunst lieben …in Museen abrufbar!

 

17.30 Pierre Bonnard – Die Farben des Privaten

Pierre Bonnard - Die Farben des Privaten
Selbstporträt des Künstlers Pierre Bonnard © ADAGP
Einer meiner absoluten Lieblingskünstler steht im Fokus dieser wunderbaren Doku: Der Spätimpressionist Pierre Bonnard (1867-1947). Meines Erachtens konnte kaum einer so mit Farben spielen und damit neue Realitäten zaubern wie er. Nicht umsonst gehört er zu den bedeutendsten Malern des 20. Jahrhunderts, wie schon die Ausstellung „Pierre Bonnard. Peindre l’Arcadie“ im Pariser Musée d’Orsay im Frühjahr 2015 unter Beweis stellte.

Pierre Bonnard - Die Farben des Privaten
Das Gemälde „Nu dans le bain“, von 1937 gilt als eines der Meisterwerke von Bonnard. Es zeigt seine Frau Marthe in der Badewanne © ADAGP
Im Film vermitteln Bonnards Gemälde, Skizzen, Fotografien, Kalendereinträge und Orte, an denen er sich häufig aufhielt, einen Einblick in seine Farb- und Lebenswelt. Sie beleuchtet seine Hinwendung zum Privaten, zum idealisierten Alltag, der in intimen Aktmalereien, Selbstporträts, Interieurs und Landschaften seinen Ausdruck fand. Wer diese Kunstrichtung mag, für den ist die Doku ein MUSS.

Online ist die  Ausstrahlung noch bis zum 9. Juli 2017, auf der Seite von  Arte TV oder direkt hier unter Pierre Bonnard – Die Farben des Privaten abrufbar!

2.15 Der letzte Akt 

 

Die Aktkunst gehörte schon immer zu den bedeutendsten Genres der Kunst. Die Doku stellt die Frage, welche Richtung diese Kunstform in der modernen Zeit einschlägt. Weiterhin wird untersucht, ob es eine künstlerische Wahrnehmung der Nacktheit ohne den voyeuristischen Aspekt gibt. Auch das Beziehungssystem von Künstlern und Modell, von jeher Nährboden für Vermutungen, erfundene und wahre Geschichten, wird untersucht. U.a. kommen der Maler Markus Lüpertz und die Fotografin Bettina Rheims zu Wort. Wird die alte Kunstform durch neue Techniken wieder attraktiv oder liegt ein Zukunftsweg der Aktkunst in den skurril-schrägen Zeichenevents einer Dr.-Sketchy-Veranstaltung, wie sie sich von New York bis Berlin steigender Beliebtheit erfreuen? Ich fand die Doku hochinteressant. Kommt zwar spät, ist aber wie immer in der Arte Mediathek zu sehen.

Online ist die  Ausstrahlung noch bis zum 9. Juli 2017, auf der Seite von  Arte TV oder direkt hier unter Der letzte Akt abrufbar!


Sonntag, 25. Juni 2017

11.15 Kunst hassen, Kunst lieben …auf dem Kunstmarkt 

Kunst lieben, Kunst hassen... Auf dem Kunstmarkt
Nicole Zepter mit dem Galeristen Johann König © Lona media/Tim Scherret
Kunst ist zu einem Lifestyle geworden und verkauft sich global zu schwindelerregenden Preisen. Künstler generieren zu Helden und  sind die Superstars der Neuzeit. Aber was bedeutet das für die Kunst, wenn es nicht mehr um Qualität, sondern nur noch um Geld geht? Die Berliner Journalistin Nicole Zepter (im Foto rechts) geht dem in der ersten Folge der 4-teiligen Reihe auf der Art Basel und bei Christie’s nach. Die weiteren Teile der ca. halbstündigen Dokureihe kommen jeweils sonntags um +/-11.00 Uhr.

Online ist die  Ausstrahlung noch bis zum 23. September 2017, auf der Seite von  Arte TV oder direkt hier unter Kunst hassen, Kunst lieben …auf dem Kunstmarkt abrufbar!

17.30 Nazi Beutekunst

Nazi Beutekunst - Die wiedergefundenen Meisterwerke
Im Pariser Museum „Jeu de Paume“ wurden Teile des Beuteguts von Hitlers Kunstraubzügen gelagert © Archives du Ministère des affaires étrangères

Der Fall Gurlitt macht seit der Entdeckung von 1280 Kunstwerken in dessen Schwabing Wohnung im Februar 2012 von sich reden. Bei den Gemälden waren u.a. Werke von Henri Matisse oder Max Liebermann. Erst anderthalb Jahre später, im November 2013, wurde der Fall öffentlich und löste eine NS-Raubkunst-Debatte aus. Die Dokumentation führt die Geschichte der NS-Beutekunst anhand dreier Bilder vor Augen: „Dame in Blau vor einem Kamin“ von Henri Matisse, „Herbstsonne“ von Egon Schiele und „Der Gitarrenspieler“ von Georges Braque. Drei Meisterwerke, die für jene Kunst stehen, die von den Nazis – heute völlig unverständlich – als „entartet“ bezeichnet wurde. Es ist eine absolut sehenswerte Doku, bei der man mitunter tief durchatmen muss, wenn man sieht, was alles wo gelagert und als entartet bezeichnet wurde.

Online ist die  Ausstrahlung noch bis zum 3. Juli 2017, auf der Seite von  Arte TV oder direkt hier unter Nazi Beutekunst abrufbar!


Mittwoch, 31. Mai 2017

20.15 Yves Saint Laurent

 

Yves Saint Laurent (1936-2008) gilt als einer der einflussreichsten Modedesigner des 20. Jahrhunderts. Er gehörte zu den Wenigen die Kleidung entwarfen, die stilprägend für eine ganze Generation war. „Saint Laurent“ erzählt die Geschichte des visionären Modeschöpfers nach seinem weltweiten Durchbruch und gibt einen Einblick in das Pariser Nachtleben, wilde Affären, hier wird besonders die Drogenschwere Beziehung zu seinem Geliebten Jacques de Bascher herausgestellt sowie seine stete Zerrissenheit. Immer an seiner Seite: Geschäfts- und Lebenspartner Pierre Bergé sowie seine französische Bulldogge Moujik. Nach seinem Weggang von Christian Dior begründete er gemeinsam mit Pierre Bergé ein Unternehmen von Weltruf. Unvergessen sind seine Kreationen, seine Liebe zur Kunst und leider auch die zu Alkohol und Drogen. Yves Saint Laurents Todestag jährt sich am 01. Juni 2017 zum neunten Mal.

Der Film spiegelt authentisch sein Leben, seine Lieben und sein Wirken wieder. Wenn er auch meines Erachtens etwas zu lange geraten ist, so ist er – Dank der hervorragenden Darsteller (wie passend: ausgerechnet Helmut Berger gibt den alternden Saint Laurent) sehenswert.

Online ist der Film nach der Ausstrahlung noch bis zum 7. Juni 2017, auf der Seite von  Arte TV oder direkt hier unter Yves Saint Laurent abrufbar! Weiterer Sendetermin: Mittwoch, 21. Juni 2017 um 00.10 Uhr

22.40 Filmikonen – Magnum Photos und das Kino

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Bilder von den Dreharbeiten zu Marilyn Monroes letztem vollendeten „Spielfilm „Misfits –- Nicht gesellschaftsfähig““ festzuhalten © Elliott Erwitt/Magnum Photos
Seit Jahrzehnten steht Magnum für hochkarätige Fotografien aus den Krisengebieten der Welt. Weniger bekannt ist jedoch die sehr enge Verbindung der Fotoagentur zur fiktionalen Welt des Kinos. Anhand der faszinierenden Bilder, die Magnumfotografen mit dem Blick des Dokumentaristen auf die Welt der Illusionen am Set und hinter den Kulissen seit den 40er Jahren bis heute in Hollywood und Europa aufnahmen, erzählt dieser Film eine andere, intimere Geschichte des Kinos und seiner Stars.

Auch hier kann ich nur wieder sagen: Großartig, hochinteressant und unbedingt sehenswert!

Online ist der Film nach der Ausstrahlung noch bis zum 8. Juni 2017, auf der Seite von  Arte TV oder direkt hier unter Filmikonen abrufbar!

23.35 Im Kunstrausch

 

Geld regiert natürlich auch die Kunstwelt: Ein Warhol für 43,8 Millionen Dollar, ein Lucian Freud für 33 Millionen Dollar und – das teuerste Kunstwerk der Welt, versteigert in nur zwölf Minuten – ein Edvard Munch für 119,9 Millionen Dollar. Diese exorbitanten Preise haben etwas Unanständiges. Milliardäre aus der ganzen Welt stürzen sich auf Kunst, als ginge es um Gold oder Erdöl, und so ist Kunst nicht mehr Ausdrucksform des Geistes, sondern wird zu einer Geldanlage und Spekulationsobjekt. Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichte des revolutionären Wandels in der Kunstwelt und ergründet das undurchsichtige und exklusive Milieu. Es geht um eine Reise rund um die Welt: zu Künstlern, Kennern, Kunstmessen – von New York und Miami über Hong Kong, Singapur, Shanghai und Doha bis nach Basel und Venedig recherchierten die Regisseurin des Films, Marianne Lamour und die Autorinnen, Danièle Granet und Catherine Lamour, im Kunstmilieu und unter seinen global agierenden Akteuren. Dabei werden auch die Maßlosigkeit und die Verirrungen sichtbar, die den internationalen Kunstmarkt mittlerweile prägen. Es ist hochinteressant zu sehen und zu hören, wie sich dieser in den letzten Jahrzehnten gewandelt hat.
Ich kann diesen hervorragenden Film jedem Kunstfan nur wärmstens ans Herz legen!
Er kommt zwar spät, ist danach jedoch noch online zu sehen.

Online ist der Film nach der Ausstrahlung noch bis zum 8. Juni 2017, auf der Seite von  Arte TV oder direkt hier unter Im Kunstrausch abrufbar!


Sonntag, 16. April 2017

16.45 Kunst und Kindheit

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Die Entdeckungsreise zu Meisterwerken der Malerei erläutert das Motiv der Kindheit über die Jahrhunderte hinweg sowie den Wandel in Technik und Ästhetik bei der Abbildung von Kindern. Der Film beschreibt die eng miteinander verwobene Entwicklung von Kunst und gesellschaftlicher Stellung des Kindes im Wandel der Zeit. Besonders deutlich wird die Veränderung der Rolle bei einem Bild, das Picasso 1969 malte: Auf „Le peintre et l’enfant“ („Der Maler und das Kind“) übernimmt das Kind mit dem Pinsel die Macht über den Künstler, wird vom Objekt zum Vorbild und inspiriert den Maler. Diese Darstellung eines Kindes, das zum eigenständigen Subjekt künstlerischen Ausdrucks geworden ist, steht am Ende eines langen Wegs, auf dem von Jean Fouquet bis Matisse, von Velázquez bis Renoir und von Van Dyck bis Picasso Generationen von Malern ihre Spuren hinterlassen haben. Eine sehenswerte Doku, die wieder einmal viel Hintergrundwissen vermittelt.

Online ist der Beitrag nach der Ausstrahlung noch bis zum 23. April 2017, in der Arte Mediathek unter der Rubrik Kunst und Kultur oder direkt hier unter Kunst und Kindheit abrufbar!

Sonntag, 26. März 2017

11.00 Künstlerinnen: Annette Messager kuratiert

 

Die Französin zählt zu den wichtigsten Künstlerinnen ihres Landes. 2005 wurde sie bei der Biennale in Venedig mit dem Goldenen Löwen für den besten Länderpavillon ausgezeichnet. Bekannt wurde sie Anfang der 70er durch ihre Assemblagen, in denen sie sich vor allem mit dem Rollenbild der Frau auseinandersetzte. Ihr Nachname „Messager“, auf Deutsch Bote, ist Programm. Sie wählt für die Nachrichten die sie in die Welt schickt unterschiedliche Arbeitsformen und Materialien. Ihre oft düster und beängstigend wirkenden Installationen basieren häufig auf traditionell weiblichen Tätigkeiten wie Sticken, Stricken oder Nähen sowie Materialien wie Wolle, Schnüre, Stofftiere und Puppen. Dabei knüpft sie an vertraute Sehgewohnheiten an und setzt Objekte und Fundstücke in einen neuen Kontext. In ihrem Pariser Atelier begleitet die Doku den Entstehungsprozess einer virtuellen Ausstellung. Annette Messager stellt bekannte Künstlerinnen wie Eva Hesse und Lynda Benglis vor, deren Arbeiten ihr eigenes Werk inspirierten, aber auch in Vergessenheit geratene Kolleginnen, wie die früh verstorbene Alina Szapocznikow.

Online ist der Beitrag nach der Ausstrahlung bis zum 02. April 2017 abrufbar!

Sonntag, 19. März 2017

11.00 Künstlerinnen: Katharina Grosse kuratiert

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In dieser Folge entwickelt Katharina Grosse in ihrem Berliner Atelier eine virtuelle Ausstellung mit Werken von Isa Genzken, Maria Lessing, Valie Export, Georgiana Houghton, Emily Kame Kngwarreye, Pamela Rosenkranz, Camille Henrot, Wangechi Mutu und Judy Miller. Der Zuschauer lernt weibliche Kunstgeschichte durch die Augen einer Künstlerin kennen und taucht ein in die kraftvollen und bedeutenden Farb- und Kunstwelten der jeweiligen Protagonistin.

Online ist der Beitrag in der Arte Mediathek in der Rubrik „Kunst & Kultur“ noch bis zum 17. Juni 2017 abrufbar oder man klickt gleich hier Katharina Grosse kuratiert

17.30 Glanz und Elend der Kurtisanen im Spiegel der Malerei

 

Die Doku wirft einen künstlerischen Blick auf das „älteste Gewerbe der Welt“. Viele Künstler wie u.a. Manet, Degas, van Gogh und Picasso (Les Demoiselles D’Avignon) waren fasziniert vom weiblichen Körper und thematisierten die käufliche Liebe in ihren Bildern. Wohlhabende Kurtisanen, Halbweltdamen und mittellose Straßendirnen wurden porträtiert und geben schonungslos Auskunft darüber, wie der weibliche Körper im aufstrebenden Kapitalismus des 19. und 20. Jahrhunderts „vermarktet“ wurde.

Eine tolle Dokumentation mit viel Hintergrundinformationen – ein Muss für Kunstfans!

Online ist der Beitrag in der Arte Mediathek in der Rubrik „Kunst & Kultur“ abrufbar.

Sonntag, 12. März 2017

11.00 Künstlerinnen: Jenny Holzer kuratiert

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Jenny Holzer bei der Arbeit RB/SR/WDR © phlox-films / Elia Lyssy
Im zweiten Teil dieser wunderbaren kleinen Reihe entwickelt eine der einflussreichsten Künstlerinnen der Gegenwart, die US-Künstlerin Jenny Holzer (Jahrgang 1950), eine virtuelle Ausstellung weiblicher Kunstwerke.

Holzers Medium ist Sprache. Seit über 30 Jahren steht ihr Name in der Kunstwelt für Konzeptkunst, die unsere Wahrnehmung und Beeinflussung durch Medien und Politik infrage stellt. Ihre Arbeiten sind in allen großen Museen der Welt zu finden, die Wurzeln ihres Schaffens liegen im öffentlichen Raum. Jenny Holzers Markenzeichen sind LED-Leuchtschriftbänder, die man aus der Werbung kennt. Die einst für politische Propaganda entwickelten Textträger, die durch ihr hektisches Flimmern und Blinken Passanten auf der Straße einfangen und beeinflussen sollten, wurden von ihr bereits Anfang der 80er Jahre zweckentfremdet. Mit ihren eigenen Textbotschaften ertappt, provoziert und verwirrt sie ihr Publikum dort, wo niemand Kunst erwartet: auf der Straße.

 

Online ist der Beitrag in der Arte Mediathek in der Rubrik „Kunst & Kultur“ noch bis zum 10. Juni 2017 abrufbar oder man klickt gleich hier: Jenny Holzer kuratiert

 

Sonntag, 05. März 2017

11.15 Künstlerinnen: Kiki Smith kuratiert

 

Ab heute startet eine vierteilige Dokureihe über Künstlerinnen. Den Auftakt macht die Amerikanerin Kiki Smith, eine der bedeutendsten Künstlerinnen der Gegenwart. Ihr Werk umfasst eine große Bandbreite von Arbeiten u.a. Skulpturen, Druckgrafiken, Zeichnungen, Installationen und Textilarbeiten. In ihrer virtuellen Ausstellung stellt Kiki Smith Arbeiten von elf Künstlerinnen, wie Magdalena Abakanowicz, Ursula von Rydingsvard, Lee Bontecou, Pat Steir, Marisol Escobar, Roni Horn, Geneviève Cadieux, Seton Smith, Adelle Lutz, Frida Kahlo und Valerie Hammond vor, die sich mit dem Thema Natur und den damit verbundenen Darstellungsmöglichkeiten beschäftigen: Vorbild für ihr virtuelles Ausstellungsmodell ist die Museumsinsel Hombroich (nahe Neuss, Deutschland), die zu den Lieblingsorten von Kiki Smith zählt.

Weitere Folgen, mit Jenny Holzer, Katharina Grosse und Annette Messager – jeweils sonntags!

14.40 Vermeer – Die Revanche 

 

Fast jeder kennt seine wunderbaren Gemälde, doch wer war Jan Vermeer van Delft (1632-1675), der niederländische Maler, der sie erschaffen hat? Obwohl seine Bilder wie „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“ oder „Dienstmagd mit Milchkrug“ heute Teil des kollektiven Gedächtnisses sind, geriet der Künstler 300 Jahre lang in Vergessenheit.
2017 beleuchten drei große internationale Ausstellungen, u. a. im Louvre in Paris, Leben und Werk dieses Malers, der der Nachwelt nur 37 Gemälde hinterließ.

Der Film begibt sich auf Spurensuche: Wer war das geheimnisvolle Genie mit dem Beinamen „Sphinx von Delft“? Warum hat Vermeer so wenige Bilder gemalt? Wie war sein Alltag? Und inwiefern unterschied sich sein Werk von dem der vielen anderen Genremaler, die sich im Goldenen Zeitalter der Vereinigten Niederlande Konkurrenz machten?

Online ist der Beitrag in der Arte Mediathek in der Rubrik „Kunst & Kultur“ abrufbar.

Entstanden ist eine wunderbare Dokumentation, die sich auf jeden Fall zum Anschauen lohnt!

17.05 Otto Dix, der schonungslose Maler 

 

Otto Dix (1891-1969) hat wie kaum ein anderer Maler seine Zeit seziert und entblößt.
Seine Porträts aus der Welt des Huren- und Freiermilieus, von sexueller Gewalt waren ein Tabubruch. Seine brutale Darstellung des Krieges brachte die Gesellschaft zum Beben. Sein Privatleben mit seiner Frau Martha und den drei Kindern zeigt die sanfte Seite des provokativen Malers. Der Film widmet sich dem Wechselspiel von Leben und Werk. Die Erfahrungen, die Dix als junger Soldat im Ersten Weltkrieg machte, beeinflussten ihn und  sein gesamtes Oeuvre von den Anfängen bis zu seinen letzten Werken. Archivaufnahmen des Künstlers sowie Interviews mit ihm verweben sich mit historischen Aufnahmen seiner Zeit, flankiert von Kuratoren und Galeristen.

Online ist der Beitrag in der Arte Mediathek in der Rubrik „Kunst & Kultur“ bis zum 04. April 2017 abrufbar.

Sonntag, 30. Oktober 2016

11.25  Baukunst – Das Glasschiff von Frank Gehry – 26 Min. 

 

Um sich ein Denkmal als Mäzen und Kunstförderer zu setzen gab Bernard Arnault, der Vorstandsvorsitzende von LVMH, 2006 ein Gebäude für die Stiftung Louis Vuitton in Auftrag. Seit 2014 bereichert nun das von Frank Gehry entworfene „Glasschiff“ den Jardin d’Acclimatation im Pariser Westen. Mitten im Bois de Boulogne machen dessen fließende Formen und die einzigartige Vereinigung aus Glas und Beton das Museum zu einer eigenen Sehenswürdigkeit. Das Bauwerk besteht aus einem großen Auditorium und elf Galerien, in denen zeitgenössische Kunst gezeigt wird. Sechs der Galerien werden dank spezieller Lichtröhren mit Tageslicht gespeist. Durch die präzise Verwendung vieler einzigartiger Elemente aus Glas und Beton vereint das Gebäude industrielle Herstellung und Handwerkskunst sowie auch die Luxusindustrie, deren jüngstes Aushängeschild dieser bemerkenswerte Komplex ist. Seine von den Glassegeln geschützten Terrassen laden auf einen architektonischen Spaziergang ein und eröffnen eine wunderbare Sicht auf und um die französische Hauptstadt.

Ein Eintrag zu „TV-Tipps in Sachen Kunst

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