„Meine Zeit mit Cézanne“ – im Kino

Diese Woche war ich mal wieder im Kino, um das Biopic „Meine Zeit mit Cézanne“ zu sehen. Cézanne gehört, wie die meisten Künstler jener Zeit zu meinen Favoriten. In der National Portrait Gallery in London hatte ich vor zwei Wochen u.a. auch die oben gezeigten Gemälde dieses großartigen Malers fotografiert. Kann den Besuch dort – wenn man in London ist – nur empfehlen. Der Eintritt ist übrigens frei! Doch zurück zu diesem wunderbaren Film, den ich ebenfalls wärmstens empfehlen kann. Es geht darin um die besondere Freundschaft zwischen dem Maler Paul Cézanne (1839-1906) und dem Schriftsteller Émile Zola (1840-1902), die sich beide in Kindertagen kennenlernten und die sich im Laufe ihres Lebens mit ihren Passionen, dem Malen und dem Schreiben und sich selbst stark auseinandersetzen. Beide haben ihren Platz in der Kulturgeschichte gefunden und sind daraus nicht mehr wegzudenken. Ein kleiner Vorgeschmack zum Film, nebst Trailer, gibt es hier.

Und als Tipp: Ab dem 17. November kommt ein Biopic über den österreichischen Maler Egon Schiele ins Kino!

Geniale Architektur und atemberaubendes Museum: Die Fondation Louis Vuitton, am Sonntag, gleich zwei Mal, auf ARTE

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Aussenansicht der Fondation Louis Vuitton, Paris, mit der „En Situ“-Installation des franz. Künstlers Daniel Buren © starkandart.com

Im Juli diesen Jahres konnte ich die Fondation Louis Vuitton, das architektonische Highlight im Pariser Westen, endlich selbst in Augenschein nehmen. Mehr dazu hier. Aktuell ziert die Aussenfassade (voraussichtlich noch bis Mai 2017) eine „En Situ“-Installation des französischen Künstlers Daniel Buren. Darüber, wie das Bauwerk von Frank Gehry zustande kam und das, was es seit dem 22. Oktober dort Wunderbares zu sehen gibt, informiert Arte mit zwei großartigen Dokus am 30. Oktober. Ein kleiner Vorgeschmack gibt’s unter Art & Culture on TV.

 

Kleiner Tipp: Wer Matisse, Monet, Picasso und die Kunst des beginnenden 20. Jahrhunderts liebt, kommt bei dieser Doku und vor allem bei dieser Ausstellung mit Sicherheit voll auf seine Kosten…

 

Ein paar Gedanken zu Pablo Picasso

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Pablo Picasso, Detail eines Porträts, fotografiert auf der Art Basel 2014 © starkandart.com

Am 25. Oktober 1881, wurde der Jahrhundertkünstler in Málaga, Spanien, geboren. Ob er sein Talent von seinem Vater, einem Maler und Kunstlehrer in die Wiege gelegt bekam? Bereits als Kind begann er, auch unter Anleitung seines Vaters, zu malen. Mit 14 wurde er in Barcelona an der Kunstakademie aufgenommen. Um die Jahrhundertwende zog es ihn das erste Mal nach Paris, wo er im Lauf der Zeit auf die anderen großen Lichtgestalten der Malerei traf.

Der Rest ist Geschichte.

Der Künstler Picasso erfand sich immer wieder neu – auch dank seiner endlosen Frauengeschichten, die ihm stets Modell und Muse waren. Trotz seiner vielen abstrakten Frauenporträts weiß man immer sofort, wer auf dem Gemälde dargestellt ist. Ob es Olga, seine erste Ehefrau oder Jaqueline, seine zweite und letzte war – und all die anderen dazwischen, mit denen er eine innige Verbundenheit und auch einige Kinder hatte.

Zu seinen bekanntesten Gemälden zählt sicherlich „Les Desmoiselles D’Avignon“, 1907, ein kubistisch geprägtes Bild aus seiner Rosa Periode, zu dem es auch unzählige Studien gibt, einige sind im Musée Piscasso in Paris zu bewundern:

Das Werk selbst hängt im Museum of Modern Art in New York. Oder Guernica, 1937. Sein Protest gegen das deutsche Bombardement der gleichnamigen nordspanischen Stadt, das selbige in Schutt und Asche legte. Das Werk wurde für die Pariser Weltausstellung im Jahr 1937 gemalt und dessen Entstehung von der Fotografin Dora Maar dokumentiert. Picasso verfügte, dass das Bild dem spanischen Staat geschenkt werden soll – allerdings erst, wenn dort wieder eine Demokratie als Staatsform ist. Nachdem es um die Welt tourte verblieb es bis zur Rückkehr nach Spanien ebenfalls im Museum of Modern Art in New York. Seit 1992 ist es im Museo Reina Sofia in Madrid zu bewundern. Und dort wird es auch bleiben.

Man kann viel über den kleinen Mann mit dem intensiven Blick sagen, aber ich will lieber seine Kunst sprechen lassen. Mit ein paar Bildern, die ich über die Jahre in diversen Museen und auf Kunstmessen fotografiert habe. Pablo Picasso verstarb am 8. April 1973 im Alter von 92 Jahren in Mougins, Frankreich. Er hinterließ unzählige Werke, Bilder, Skulpturen, Keramikarbeiten etc. Und einige Weisheiten, die zum Nachdenken anregen.

Mit einem meiner Lieblingssätze will ich schließen:

„Kunst wäscht den Staub des Alltag von der Seele.“

Auf dass viele Sorgen und so mancher Kummer beim Betrachten von Kunst – ob von Picasso oder anderen – weggewaschen werden und die Seele wieder atmen kann…