Die Stiftung Sammlung Kurt Fried in Berlin, bei Ketterer Kunst

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Mark Rothko, Ohne Titel 1969, Öl und Gouache auf Papier auf Leinwand, 74,4 x 55,5 cm © Stiftung Sammlung Kurt Fried, Ulmer Museum. Foto: Oleg Kuchar, Ulm

Bei einem Berlinbesuch diese Woche konnte ich endlich mein lange geplantes Vorhaben, die Stiftung Sammlung Kurt Fried bei Ketterer Kunst in der Fasanenstraße anzuschauen, wahrmachen. Es war ein Genuss von A bis Z. Da ich des Öfteren die Webseiten großer Auktionshäuser besuche – man kann dort tolle Kunstwerke entdecken – stieß ich eben auch auf diese kleine, exquisite Ausstellung.

Kurt Fried (1906-81), war ein deutscher Publizist, Kunstsammler und Verleger der Schwäbischen Donau-Zeitung, der späteren Südwest Presse. Seine große Leidenschaft galt der Kunst, vor allem der Zeitgenössischen. Ende der 1950er Jahre eröffnete er in Ulm eine eigene Galerie, das „studio f“, das er bis zu seinem Tod selbst leitete. 1978 versah er das Ulmer Museum mit einer großzügigen Schenkung und ein wunderbarer Auszug dessen, 40 Exponate, sind noch bis zum 27. September 2016 in Berlin zu sehen.

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Gerhard Richter: Kurt Fried und Hans Jürgen Müller, 1966, Öl auf Leinwand, 50 x 65 cm © Stiftung Sammlung Kurt Fried, Ulmer Museum. Foto: Bernd Kegler

Schwerpunkt der gezeigten Auswahl ist die deutsche und amerikanische Kunstszene der 1950er und 60er Jahre sowie ein Exkurs in die 80er. Zu sehen sind Werke von Mark Rothko, Josef Albers, Horst Antes, Georg Baselitz, Joseph Beuys, Max Bill, Antonio Calderara, Enrico Castellani, Lucio Fontana, Gotthard Graubner, Keith Haring, Robert Indiana, Ellsworth Kelly, Yves Klein, Franz Kline, Willem de Kooning, Roy Lichtenstein, Piero Manzoni, Almir da Silva Mavignier, Kenneth Noland, A.R. Penck, Karl Georg Pfahler, Otto Piene, Jackson Pollock, Gerhard Richter, Cy Twombly, Günther Uecker, Andy Warhol und Tom Wesselmann.

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Horst Antes, Grüne Figur, 1964, Gouache, farbige Wachskreiden, Tusche auf Papier, 42,8 x 30,8 cm © Stiftung Sammlung Kurt Fried, Ulmer Museum. Foto: Ingeborg Schmatz, Ulm

Die lichtdurchfluteten Räume der Galerie bilden einen schönen Rahmen, um – fast meditativ – in Kunst abzutauchen. Die überwiegend kleinformatigen Werke zeigen sich farbenfroh und lassen die Kernaussagen der jeweiligen Künstler deutlich werden. Ich kann diese Ausstellung nur wärmstens empfehlen. Wer vorab mehr davon sehen möchte, der kann sich auf der Webseite von Ketterer Kunst oder gleich hier die PDF-Datei mit den gezeigten Bildern herunterladen.

 

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Roy Lichtenstein, Yellow Sky, 1966, Kunstharzfarbe (Magna) auf Baumwolle, 91,5 x 172,5 cm  © Stiftung Sammlung Kurt Fried, Ulmer Museum. Foto: Reinhold Mayer, Ulm

Der Eintritt zur Ausstellung ist frei. Der Genuss – unbezahlbar! Wer also gerade in Berlin ist, während der kommenden Berlin Art Week, vom 13. bis 18. September 2016, oder überhaupt, der / die sollte unbedingt einen Abstecher in die Fasanenstraße machen.

Ketterer Kunst
Fasanenstr. 70
10719 Berlin-Charlottenburg

Öffnungszeiten:
Mo. – Fr., von 10 bis 18 Uhr
Sa., von 11 bis 16 Uhr

 

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