Paul Klee Ausstellung „Irony at Work“, im Centre Pompidou, Paris

Paul Klee - Insula dulcamara. 1938, 481. Zentrum Paul Klee, Bern
Paul Klee – Insula dulcamara. 1938, 481. Zentrum Paul Klee, Bern © starkandart.com

Da das Centre Pompidou zu den Museen gehört, die montags geöffnet sind, habe ich mir die Ausstellung einer meiner Lieblingsmaler, Paul Klee, für den letzten Tag meines Paris Aufenthalts aufgehoben. Unter dem Titel: „Ironie im Werk“ (L’Ironie À L’Œuvre) ist dort eine wunderbare und teils sehr humorvolle Zusammenstellung seiner Arbeiten noch bis zum 1. August 2016, zu sehen.

Klee (1879-1940) war ein musisch hoch begabter Mensch. Zu Beginn seiner Karriere musste er sich entscheiden, ob er seinen Weg als Violinist oder vielleicht doch als Maler gestalten will. Zum Glück hat er sich für das Letztere entschieden.

Die Ausstellung ist in sechs Themenbereiche aufgeteilt und spannt einen weiten Bogen, von satirischen Zeichnungen über seine Begegnungen mit dem Kubismus sowie dem Konstruktivismus über Rückblenden, seiner Begegnung mit Picasso bis hin zu der schwierigen Zeit des Nationalsozialismus, in der er auch seiner Tätigkeit als Professor an der Kunstakademie in Düsseldorf enthoben und als entarteter Künstler deklassiert wurde.

1911 schloß sich Klee der Münchner Kunstvereinigung „Der blaue Reiter“ an. Doch so richtig zur Farbe fand er bei seiner berühmten Tunisreise, die er 1914 zusammen mit den Malern August Macke und Louis Moilliet unternommen hatte. Beeindruckt von dem, was er dort sah, fertigte er unzählige Aquarelle und Zeichnungen, auf denen er seinem Gefühl für Farbe freien Lauf ließ.

1920 wurde er von Walter Gropius ans Bauhaus nach Weimar berufen. Er prägte als Lehrer mit Kollegen wie Wassily Kandinsky, Georg Muche, Lyonel Feininger oder Oskar Schlemmer u. a., das Zeitgeschehen in Sachen Kunst und Stil – die Moderne – entscheidend mit. Von dort ging er 1931 nach Düsseldorf, um an der Kunstakademie zu unterrichten. Im Jahr darauf fand dort eine große Ausstellung Klees mit über 250 Werken statt. Doch seine Kunst gefiel nicht jedem. Und so verließ er 1933 Deutschland unter dem Druck der Nationalsozialisten und ging zurück in sein Geburtsland, die Schweiz, wo er 1940 verstarb.

Klee gehörte zu den wenigen Malern, die ihr Werk kontinuierlich durchnummerierten. Und so kamen im Lauf seines bewegten Lebens über 9000 Werke zusammen, die auch immer wieder von seiner zweiten großen Begabung, der Musik, beeinflusst waren.

„Die Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar“, Paul Klee

Unter der Rubrik „Books & More“ gibt es einen tollen Buchtipp zu Klee!

Adresse:
Place Georges-Pompidou, 
75004 Paris, Frankreich
Öffnungszeiten:
Täglich ausser Dienstag, von 11 bis 22 Uhr

 

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